Neujahrs-Apéro 2026
Neujahr 2026 – Tragödie für 156 junge Menschen und ihre vielen Angehörigen und Freunde.
Freitag, 9. Januar – Nationaler Trauertag: Kirchengeläute, Schweigeminute, Live-Abdankung im Fernsehen.
Ja, wer mag da zu einer Neujahrsfeier gehen? Wir haben Verständnis für alle, welche daheim geblieben sind.
Im Wissen, dass das Leben weitergeht und ältere/alte Talbewohner sich auf den heutigen Abend gefreut haben, stand die Durchführung nicht zur Diskussion. Rund 100 Personen füllten die Ägerihalle
nur halbwegs.
Jacqueline Bruggisser (Kath. Kirchgemeinde Oberägeri) fand tröstende Worte und entzündete drei Kerzen:
«Die rote Kerze gibt ihr Licht in Gedenken an die 40 jungen Menschen, welche aus dem Leben gerissen wurden.»
Die erste weisse Kerze zünden wir an und sind in Gedanken bei den Verwundeten und deren Familien und Freunden.
Die andere weisse Kerze lässt uns allen Helferinnen und Helfern, Rettungskräften und dem Pflegepersonal herzlich danken.
Schweigeminute in der Ägerihalle.
Nach kurzer Begrüssung durch Paul Iten (Präsident der Alterskommission / AK) und erstem Auftritt der Musikanten überbrachte Fridolin Bossard (Gemeindepräsident Unterägeri) Grussworte namens der Gemeinderäte von Oberägeri und Unterägeri. Sein erster Dank galt der Alterskommission für ihre wertvolle Arbeit, welche sie das ganze Jahr hindurch für unsere älteren Mitmenschen leistet.
Worte zum heutigen Trauertag fand er ebenso, wie solche zur aktuellen Weltlage. Ja, er frage sich, ob es angesichts der heutigen Situation und dem Leid auf der ganzen Welt angezeigt sei, zusammenzukommen, auf das neue Jahre anzustossen und es lustig zu haben.
Fridolin Bossard findet: «Ja. Zusammenkommen ist gerade in schwierigen Momenten wichtig. Gemeinschaft ist eine Kraft. Sie gibt uns Stabilität und Mut. Musikalische Unterhaltung? Heute spielen für uns die Ägeriseekrainer. Musik hat eine grosse Bedeutung. Sie schenkt uns Leichtigkeit, Zuversicht und hoffentlich Schwung für alles, was kommt.»
Der heutige Anlass sei mehr als ein Apéro. Er sei ein Zeichen: Wir sind für einander da. Lassen wir unseren Blick nicht nur auf das Schwere richten – sehen wir auch das Schöne, das Positive.
Lasst uns jetzt Gemeinschaft geniessen, reden wir miteinander, hören wir einander zu und gehen wir mit Zuversicht ins neue Jahr.
Mit grossen Applaus dankten die Anwesenden unserem Gastredner Fridolin Bossard. Der Saal folgte gerne seinem Schlusswort «Und jetzt: E gfröite Abig – Prost mitenand!»
Ab jetzt konnten die Ägeriseekrainer mit Begeisterung zeigen, was sie drauf haben.
Längst waren Wasser und Wein auf den geschmückten 8er Tischen. Was fehlte, brachten jetzt unsere Helferinnen. Platten mit Canapées und gefüllten Broten. Und nach weiteren mitreissenden Klängen der Ägeriseekrainer war Süsses angesagt. Panettone „Gran Piemonte“ mit Moscato.
Paul Iten ging ein letztes Mal ans Rednerpult.
Vorerst stellte er unser Jahresprogramm vor und verwies einmal mehr auf die Webseite.
Dann ging’s ans danken: Der Musik, den Helferinnen und Helfern in Küche und Saal, den Hauswarten und AK-Mitgliedern. Sein spezieller Dank ging an AK-Kollegin Heidi Nussbaumer für ihre perfekte Organisation.
Zum Schluss zitiere Heidi Nussbaumer aus einem Gedicht mit irischen Weisheiten.
Daraus diese Worte: «Nimm dir Zeit, um Sterne zu beobachten, um Luftschlösser zu bauen. Nimm dir Zeit für das, was dich glücklich macht. Nimm dir Zeit – für dich!»
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Unser nächster Anlass:
Vortrag «Demenz: Früherkennung – Hilfe für Angehörige»: Dienstag, 24. März, 14 Uhr in der Maienmatt.
Namens der Alterskommission Ägerital
Marcel Vock
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