Eine Ferienwoche voller Erlebnisse, Genuss und guter Laune
Südtirol 23. August bis 29. August – Frohes Alter unterwegs
Mit Brumann Car ging es für 36 frohgelaunte Seniorinnen und Senioren über den Flüela- und Ofenpass nach Schlanders ins Südtirol. Im Hotel «Vier Jahreszeiten» wurden wir herzlich empfangen und fühlten uns von Anfang an wohl. Die schönen, geräumigen Zimmer, das feine Essen sowie der Innen- und Aussenpool und das Sprudelbad sorgten dafür, dass auch unsere müden Wanderbeine bestens versorgt waren.
Montag – Marmor, Sauerkraut und Kimchi
Unser erster Ausflug führte uns mit dem Zug nach Laas. Bei einer interessanten Führung mit Film erfuhren wir viel Wissenswertes über den berühmten Laaser Marmor. Wir staunten, mit welcher Kraft und Präzision der wertvolle Stein früher wie heute aus dem Berg gewonnen und transportiert wird. Beim Steinmetz Mayr konnten wir anschliessend wunderschöne Arbeiten aus Marmor bestaunen.
Nach einer wohlverdienten Kaffeepause ging es weiter zur Sauerkraut-Manufaktur Lechner. Dort drehte sich alles um Kohl und seine Verarbeitung. Wir erfuhren, wie Sauerkraut hergestellt wird, und lernten auch das mittlerweile trendige Superfood Kimchi kennen. Ob allerdings alle von uns zu Hause gleich mit der eigenen Kimchi-Produktion begonnen haben, bleibt offen!
Für den Rückweg teilte sich die Gruppe: Die einen machten sich zu Fuss auf den Weg nach Schlanders, während andere angesichts der sommerlichen Temperaturen lieber den Zug nahmen. Auch das gehört zum «Frohen Alter»: Jede/r so, wie sie/er kann und möchte.
Dienstag – Wandern mit Regenschirm
Am Dienstag ging es mit dem Car nach Latsch. Eigentlich war die Fahrt mit der Gondelbahn nach St. Martin im Kofel geplant. Doch Petrus hatte andere Pläne. Regen und Nebel machten uns einen Strich durch die Rechnung.
Kurzerhand wurde umdisponiert und wir nahmen den Waldweg Richtung Kastelbell unter die Füsse. Ausgerüstet mit Regenschirmen und Pelerinen wanderten wir hoch über der Etsch auf dem Waldweg. Entlang. Trotz des Regens war die Stimmung bestens. Der Blick auf die Apfelplantagen und auf den Fluss entschädigte uns für das etwas feuchte Wetter. Es war trotz Regen wunderschöne in der Natur zu sein.
In Kastelbell, ganz in der Nähe der Burg, legten wir eine gemütliche Pause ein. Anschliessend ging es der Etsch entlang zurück nach Latsch. Einige blieben dort und erkundeten den Ort auf eigene Faust. So hatte jeder sein persönliches Ferienprogramm.
Mittwoch – Hoch hinaus im Martelltal
Am Mittwoch wartete ein besonderes Erlebnis auf uns: das Martelltal. Unser Bus schlängelte sich Kurve um Kurve hinauf bis zum Zufrittsee auf rund 2000 Metern Höhe.
Von dort führte unsere Wanderung über den Erlebnisweg durch die eindrückliche Plimaschlucht hinauf zur Zufallhütte. Der Weg hatte einiges zu bieten: die Installation alles aus Cortenstahl gebaut, die Kelle in der Klamm, die Panoramasichel mit Blick ins Tal, eine imposante Aussichtskanzel, einen tosenden Wasserfall und eine eindrückliche Hängebrücke.
Im Restaurant auf dem Hochplateau wurden wir gut verpflegt. Die besonders Fitten nahmen ab dem Zufrittsee sogar rund 1000 Höhenmeter unter die Füsse.
Die etwas weniger Fusstüchtigen liessen es gemütlicher angehen, spazierten zum Seeli oder genossen einfach die wunderschöne Umgebung. Mit dem Bus ging es zurück nach Schlanders.
Donnerstag – Nebel, Kaiserschmarrn und Jasskarten
Am Donnerstag ging es erneut nach Latsch. Diesmal liessen wir uns vom Wetter nicht so schnell einschüchtern und fuhren trotz Nebel mit der Gondelbahn hinauf nach St. Martin im Kofel.
Oben angekommen, wanderten wir zur neu erstellten Almwirtschaft Egghof. Dort wartete eine wohlverdiente Belohnung auf uns: feine regionale Spezialitäten und natürlich ein herrlicher Kaiserschmarrn.
Während einige von Latsch aus erneut rund 1000 Höhenmeter bewältigten, machten es sich die anderen im Bergrestaurant gemütlich. Es wurde gejasst, geplaudert und die Umgebung erkundet. Auch hier galt: Jede/r gestaltet den Tag so, wie es für sie/ihn am besten passt.
Freitag – Jeder nach seinem Geschmack
Am Freitag durfte es etwas ruhiger zugehen. Mehrere Wanderfreudige machten sich auf den Marlinger Walweg. Eine andere Gruppe fuhr mit dem Zug nach Meran und besuchte dort den Markt. Wieder andere genossen ganz einfach einen entspannten Tag im Hotel.
Und genau das macht eine solche Reise aus: Es muss nicht immer alles gemeinsam gemacht werden. Jede/r darf unternehmen, worauf sie/er Lust hat und was ihr/ihm Freude bereitet.
Gemütliche Abende und eine schöne Heimreise
An den Abenden wurde fleissig gejasst und gespielt. Es wurde erzählt, gelacht und über die Erlebnisse des Tages diskutiert. Manche Geschichten wurden dabei vermutlich von Abend zu Abend noch ein kleines Bisschen besser!
Die gemütlichen Stunden im Hotel gehörten ebenso zu unseren Ferien, wie die Wanderungen und Ausflüge. Es war schön, gemeinsam unterwegs zu sein und trotzdem genügend Freiraum für die eigenen Wünsche zu haben.
Viel zu schnell war die abwechslungsreiche Woche vorbei. Für die Heimreise nahmen wir den Weg über den Reschenpass unter die Räder. Mit vielen schönen Eindrücken, tollen Erlebnissen und – hoffentlich – ohne allzu grossen Muskelkater kehrten wir nach Hause zurück.
Eine rundum gelungene Ferienwoche ging zu Ende. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben – auch an Chauffeur Markus für seine sichere und angenehme Fahrt. Auch dir liebe Priska, gilt ein von Herzen kommendes Dankeschön für die tolle Organisation.
Und eines ist sicher: «Frohes Alter» bleibt seinem Namen treu. Denn gemeinsam unterwegs zu sein, zu lachen, zu wandern und gemütlich zusammenzusitzen, hält jung!
Für das Team Frohes Alter
Bericht – Annelies Rogenmoser
Fotos – Priska Iten
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